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Was sich im neuen Jahr 2016 ändert

Das neue Jahr bringt zahlreiche Neuerung mit sich. Finden Sie hier eine Auswahl an Änderungen aus verschiedenen Lebensbereichen

Freistellungsaufträge nur noch mit Steuer ID

Freistellungsaufträge sind seit dem 1. Januar 2016 unwirksam, wenn dem Geldinstitut keine Steuer-Identifikationsnummer (ID) des Kunden vorliegt. Konkret bedeutet dies, dass Bank oder Sparkasse die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge in voller Höhe direkt an das Finanzamt abführen. Wer sich nicht sicher ist, ob die Bank Bescheid weiß, sollte besser nachfragen. Banken sind nämlich nicht verpflichtet, die fehlenden Daten einzuholen. Liegt der Bank oder Sparkasse ein gültiger Freistellungsauftrag einschließlich Steuer-ID vor, bleiben Kapitalerträge bis zu einer Höhe von maximal 801 € im Jahr steuerfrei; bei Ehepaaren jährlich 1602 €

Rürup-Rente: Höhere Sätze bei Sonderausgabenabzug und Besteuerung

Abzug als Sonderausgaben
Zum 1. Januar 2016 wurden die Beiträge für eine Rürup-Rente (auch Basis-Rente genannt) angehoben, die in der Steuererklärung als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden können. Stattzuvor 80 können künftig bis zu 82 Prozent der Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.

Die Steuervorteile durch eine Rürup-Rente sind durch einen Höchstbetrag gedeckelt: Auch dieser hat sich erhöht. Und zwar von jährlich 22.172 €für Alleinstehende auf 22.766 € bzw. 44.374 € für Verheiratete auf  45.532 €.
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung müssen davon jedoch abgezogen werden. Selbstständige, die nicht freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können die vollen 22.766 € ausschöpfen.
Der Prozentsatz, der in der Steuererklärung abgezogen werden kann, steigt Jahr für Jahr um 2 Prozent. Ab dem Jahr 2025 sind dann 100 Prozent der Beiträge steuerlich abzugsfähig. 

Besteuerung in der Rentenphase
Wer schon eine Rürup-Rente bezieht, muss diese teilweise wieder versteuern ‒ denn in der Einzahlungsphase wurden damit ja steuerliche Vergünstigungen erzielt. Je nach Renteneintrittsjahr gibt es einen festgelegten Besteuerungssatz, der sich in den späteren Jahren nicht weiter erhöht.
Wer 2016 in Rente gehen wird, muss 72 Prozent der Rürup-Rente versteuern. 

Grundfreibetrag erhöht:

Zum Jahr 2016 steigt der Grundfreibetrag um 180 Euro auf 8652 €. Hierdurch sinkt die Einkommensteuer um bis zu 266 € jährlich.

Freibeträge gelten für zwei Jahre

Freibeträge beim Lohnsteuerabzug mussten immer jährlich neu beim Finanzamt beantragt werden. Seit Jahresbeginn sind diese Freibeträge zum Beispiel für Werbungskosten aus den Fahrten zur Arbeit für zwei Jahre gültig ‒ ein zum 1. Januar 2016 eingetragener Freibetrag also längstens bis Ende 2017. Wenn Freibeträge während des Jahres wegfallen, muss man das dem Finanzamt melden. Wenn sich die Ausgaben erhöhen, kann man aber auch eine Korrektur nach oben verlangen.  

Kinderfreibetrag

Eltern profitieren von einem höheren Kinderfreibetrag. Dieser wird pro Elternteil um 96 Euro auf 4608 Euro angehoben. Zudem erhalten Eltern pro Kopf wie bisher einen Betreuungsfreibetrag von 1320 Euro.

Spitzensteuersatz-Grenze angehoben:

Im Jahr 2016 greift der Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst ab einem Einkommen von 53.666 € (Ehepaare und eingetragene Lebenspartner 107.332 €). Der dreiprozentige Zuschlag für Reiche gilt ab einem Einkommen von 254.447 € (508.894 € bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern).

Krankenversicherung

Bundesweit wurde die Versicherungspflichtgrenze von 54.900 auf 56.250 Euro im Jahr angehoben ‒ bis zu diesem Einkommen müssen sich Arbeitnehmer bei der gesetzlichen Krankenkasse versichern.

Dis als Beitragbemessungsgrenze festgelegte Arbeitsentgelt  für Kranken– und Pflegeversicherung beläuft sich 2016 auf 50.850 €.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag bei 1,1 Prozent

Viele gesetzlich Krankenversicherte müssen 2016 höhere Beiträge aufbringen: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der allein von den Arbeitnehmern zu tragen ist, steigt auf 1,1 Prozent. Damit erhöht sich der Gesamtbeitrag im Schnitt auf 15,7 Prozent. Die Höhe des Zusatzbeitrages kann jede Kasse eigenständig festlegen.

Mehr Rechte für Kreditnehmer

Die EU-Richtlinie für Wohnimmobilienkredite soll Verbraucher EU-weit besser vor möglichen Pfändungen und Zwangsvollstreckungen schützen. Bis Ende März muss diese Vorgabe  aus Brüssel umgesetzt sein, der entsprechende Gesetzentwurf sieht auch mehr Transparenz bei Dispokrediten vor. Banken und Sparkassen sollen in Zukunft auf ihrer Webseite gut sichtbar über die Höhe der Dispozinsen informieren.

Bei der Vergabe von Immobilienkrediten sollen Banken künftig die Bonität ihrer Kunden besser prüfen und dies auch nachweisen. Verletzt die Bank diese Pflicht, kann der Kunde seinen Kredit jederzeit kündigen und kommt so ohne Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Vertrag. Für den Kredit darf dem Kunden bis zur Kündigung lediglich nur der übliche Marktzins berechnet werden.

Das neue Gesetz dient natürlich auch dazu, Kreditnehmer vor sich selbst zu schützen. Institute werden kreditsuchende Kunden häufiger als bislang zurückweisen, wenn die Bonität nicht ausreicht.

Darüber hinaus werden sogenannte Kopplungsgeschäfte verboten. Das heißt: Der Vertrieb von Darlehen , die nur kombiniert mit Finanzprodukten wie zum Beispiel Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren vermittelt werden. Ausgenommen sind Bauspar- und Riesterverträge.

KfW  Förderkredite

Ab 1. April 2016 können Bauherren für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Statt bei 50.000 Euro liegt die Obergrenze dann bei 100.000 Euro pro Wohneinheit. Gewährt werden diese Förderungen dann allerdings nur noch für Neubauten, die mindestens dem Standard "KfW-Effizienzhaus- 55" entsprechen. Das bedeutet, ihr Energiebedarf darf höchstens bei 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Höchstwerte liegen.

Strengere Vorgaben zur Einsparung von Energie

Bei Wohnhaus-Neubauten sind 2016 strengere Energiespar-Vorgaben einzuhalten; seit 1. Januar gelten zwei verschärfte Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV). Für Heizung und Warmwasser dürfen nur noch drei Viertel der Energiemenge benötigt werden, die bislang zulässig ist.

Entscheidend ist dabei der Primärenergiebedarf, bei dem auch berücksichtigt wird, aus welchen Quellen die Energie stammt. Die Nutzung erneuerbarer Energien hält den Wert niedriger als zum Beispiel das Heizen mit Öl oder Gas.

Die zweite Verschärfung betrifft den Wärmeschutz von Wänden, Dächern und Co., also vor allem ihre Dämmung. Dieser Schutz muss um circa 20 Prozent besser sein als bisher.

Für die Sanierung von bestehenden Häusern gelten die Änderungen nicht. Auch die Anforderungen in den Sanierungs-Förderprogrammen der KfW (die ehemalige Kreditanstalt für Wiederaufbau) bleiben unverändert. Für Neubauten jedoch werden sie zum 1. April 2016 angepasst.

Rauchmelder

Seit Anfang 2016 müssen in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auch in älteren Gebäuden Rauchwarner angebracht sein. Für Neubauten gilt diese Pflicht schon in fast allen Bundesländern. In Sachsen greift sie seit Jahresbeginn ‒ nur Berlin und Brandenburg haben zurzeit noch keine Rauchmelderpflicht.

Kontonummer

Bankleitzahl und Kontonummer werden zum Auslaufmodell: Ab dem 1. Februar 2016 müssen auch Privatkunden bei Überweisungen die 23-stellige IBAN-Nummer verwenden.

 

 

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